Montag, 7. Februar 2011

i(nnen) - f(ern) = n(ah) + a(ußen)




aus dem fenster schauen: eine woche lang.
ich esse mich von innen. auf.
bin weg. bin nah. schlafe auf der straße.
gut, dass Du so dicht dran bist.
gut, dass Du es nur kurz war.

husch' an mir vorbei: Du -
bist ja so beschäftigt. aber,
wenn Du den mund aufmachst:
dann ist alles klar.

bauen. deckenhöhlen.
härte. wie stein.
mutproben auf halben wegen.
wissen. schlimmes wurd getan.

vergessen: hosianna.
verlieben: fuck off!
dabei ist es das doch -
für den moment.

































Freitag, 4. Februar 2011

Rekonvaleszenz-Kondolenz




You make it worse and never better.*









*'cause this is so damn fucked up!








Dienstag, 11. Januar 2011

Auf wen die Flasche zeigt...




Visionen. Diese sublimen.
Ringen mich nieder. Dort.
Auf der Straße. Dort. Suche ich sie.
Wieder - meine Normalität.

Zwischen Kleidern. Mänteln.
Ohrringen. Wahren Schmuckstücken.
Dort. Suche ich sie. Dort.
Aufgehängt an Bügeln.
Aufgespießt durch Nägel.

Auf dem Spülkasten. Im Klappspiegel.
Dort. Suche ich sie. Dort.
In kleinen Tüten. Ordentlich.
Akkurat gefaltet. Sauber verstaut.

In Flaschen. In Gläsern. Halbgefüllt.
Dort. Suche ich sie. Dort.
Flüssigkeiten. So klar und rein.
In kleinen Schlucken. Oft in viel zu vielen.

Neben mir. In meinem Bett.
Dort. Suche ich sie. Dort.
Mit Händen. Mit meinem Mund.
Bis ich wieder allein. Dort. Liege.

In Spieglungen. In Reflektionen.
Dort. Suche ich. Dort.
Blicke. Augenblicke.
Bis der kalte Strahl uns trifft...
























Donnerstag, 6. Januar 2011

love is for the masses | hate is for the brave



(singend im Kanon):
Babypuder tut nicht gut.

(sprechend im Kanon):
Glück gehabt - gehabt hat niemand.

(flüsternd im Kanon):
Mutter macht sich Sorgen.

Schaut euch an.
Hebt die gezähnten Schädel.
Streicht über eure Gesichter.
Liebt euch. Bis morgens um acht.

Später: Vergesst alles.
Noch später: Vermisst alles.
Noch viel später: Hört nur noch die Melodie.


























































Freitag, 24. Dezember 2010

[he moved a million hearts in mono]









Noch ein letztes Mal kam der Fuchs zum Igellein:
"Was machest Du hier noch,
Du leidenstes Geschöpf
unter des Vaters Himmel? Geh' in Deine Höhle,

wärme Dich und setze Speck für die kühle Jahreszeit an!"

Der Igel, bibbernd und abgemagert bis auf
die spitzen Knochen, flüsterte leise
und stumm:
"Nirgends kann ich gehen. Nirgendwo ist mein Ort.
Ich bibbere und
friere, weil mir der Ort geraubt."

"Wer raubet eines Igels Ort?
Für Niemandskind ist darin Platz!"


"Weißt Du, teuerstes Füchselein, es waren nicht die Tiere,
es waren nicht
die Menschen: Es waren die Ängste, die
mir meine Höhle abspenstig machten!"


Und der Fuchs öffnete seinen Schlund -
so groß und übersäht mit spitzen Zähnen.

Langsam begann er des Igels kleinen,
mageren, steifen Körper zu verzehren.
Niemand sah's.
Niemand hört's. Niemand vernahm's.
Nicht einmal der Igel vermocht' sich zu wehren.


"Aber nun, Du gutes, Du feines Igellein -
nun brauchest Du keine Ängste mehr zu leiden!

Warm soll's Dir sein. Warm und wohlig.
In meines Bauches Höhle, Du kleines Igelkind."




























































Dienstag, 14. Dezember 2010

umspannungswerk.




1. Geh!
1.1 Geh aus dem Haus.
1.2. Treffe Leute.

Andere Leute:
"Ich empehle Dir zu bleiben!"

Harte Zeiten -
Dein Spiegelbild im Bahnfenster .
Weiche Zelte - liegen.

Lese meine kryptischen Nachrichten.
Hinterlasse sie. Bissspuren.
Risswunden - die Flucht vor dem hellen Schein.

Glitzernde Kugeln.
"what are you?"
Ich bin irgendwer.
irgendwo - im Dreck.

...dann esse ich Steine.
Sinke tiefer und finde nichts.
irgendwann - blaue Augen.

komplimiere mich.
male mir nur nochmal kurz aus.
radiere mich.
weg...




























































Mittwoch, 1. Dezember 2010